Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade mit Lichtplanung und bin dabei auf den Begriff „Verminderungsfaktor“ gestoßen. Mir ist noch nicht ganz klar, welche Bedeutung dieser Faktor bei der Beleuchtung genau hat und wie stark er die tatsächlich verfügbare Helligkeit im Raum beeinflusst. Geht es dabei um Alterung der Leuchten, Verschmutzung oder andere Einflüsse auf die Lichtleistung? Kann jemand verständlich erklären, wie der Verminderungsfaktor in der Praxis berücksichtigt wird? Danke schon mal für eure Erklärungen!
Erstellt: 2026-02-04 04:24:13
Hi,
der
Verminderungsfaktor (oft auch Wartungsfaktor genannt) beschreibt, dass eine Beleuchtungsanlage im Laufe der Zeit weniger Licht liefert als im Neuzustand. Das liegt vor allem an Alterung der Leuchtmittel/LEDs, Verschmutzung von Leuchten und Reflektoren sowie Staub oder Vergilbung von Abdeckungen und Raumoberflächen.
In der Praxis heißt das: Bei der Lichtplanung rechnet man von Anfang an einen Sicherheitsabschlag ein, damit auch nach Monaten oder Jahren noch die gewünschte Mindest-Helligkeit (z. B. in Lux) erreicht wird.
Beispiel: Wenn ein Raum 500 Lux benötigt und man mit einem Verminderungsfaktor von 0,8 plant, wird die Anlage so ausgelegt, dass sie neu etwa 625 Lux liefert – damit nach Alterung und Verschmutzung noch die 500 Lux übrig bleiben.
Der genaue Wert hängt von Umgebung (staubig/sauber), Wartungsintervallen und Qualität der Leuchten ab. Kurz gesagt: Der Verminderungsfaktor sorgt dafür, dass die Beleuchtung auch langfristig ausreichend hell bleibt und nicht nur am ersten Tag.
Erstellt: 2026-02-05 04:50:35