Kategorie: Wirtschaft, Finanzen & Geld
3D-Laserscanning – warum sich die Technologie bei Bestandsprojekten wirklich lohnt
Ich hatte in den letzten Jahren öfter mit älteren Gebäuden zu tun, bei denen es kaum brauchbare Pläne gab. Viele Maße stimmten nicht, kleine Abweichungen führten in der Planung zu großen Problemen – und die Nachmessungen vor Ort haben jedes Mal Zeit und Nerven gekostet.
Irgendwann sind wir dann auf 3D-Laserscanning umgestiegen – zuerst eher aus Neugier, inzwischen aus Überzeugung. Der Unterschied war enorm: Statt einzelne Punkte zu messen, wird das komplette Gebäude digital erfasst. Innerhalb weniger Minuten entsteht eine sogenannte Punktwolke mit Millionen präziser Messpunkte. Daraus lassen sich Grundrisse, Schnitte oder 3D-Modelle erstellen, die wirklich stimmen – bis auf wenige Millimeter.
Was mir besonders aufgefallen ist:
In einem Projekt hatten wir ein denkmalgeschütztes Gebäude mit unebenen Wänden – der Scan zeigte uns Verformungen, die man mit bloßem Auge nie erkannt hätte. So konnten wir die Sanierung deutlich präziser planen und vermeiden, dass teure Anpassungen erst auf der Baustelle auffallen.
Natürlich ersetzt die Technik keine gute Planung, aber sie sorgt dafür, dass alle Beteiligten mit denselben, verlässlichen Daten arbeiten. Das spart am Ende vor allem eines: Missverständnisse, Nacharbeiten und Zusatzkosten.
Ich würde deshalb jedem, der mit Bestand, Sanierungen oder komplexen Bauwerken arbeitet, empfehlen, sich mit 3D-Laserscanning einmal näher zu beschäftigen. Der Einstieg ist leichter, als viele denken – und der Nutzen zeigt sich meist schon beim ersten Projekt.
Mich würde interessieren: Arbeitet ihr bei Bestandsaufnahmen oder Sanierungen auch schon mit 3D-Laserscanning – oder setzt ihr noch auf klassische Vermessung?
Benutzer: anonym
Erstellt: 2025-10-23 11:27:49
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